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Textile time travelling – Textildesign gestern und heute

Workshop – 22. Mai 2017 – Hochschule für Design & Kunst Luzern

Textile time travelling – Textildesign gestern und heute

Zentraler Dreh- und Angelpunkt des geplanten Workshops ist die Frage, wie sich der Designprozess im Bereich Textil gestaltet und welchem Wandel er unterworfen ist. Als zeitliche Referenz- und Vergleichspunkte für die Analyse dieser Frage dienen die Zeit um 1910 und 2010. Vor der Folie historischer Quellen zur Ausbildung von Designern und deren Inspirationsquellen sollen ak-tuelle Praktiken reflektiert, in Worte gefasst und diskutiert werden. Der Work-shop richtet sich dabei an Dozierende, Forschende und Master-Studierende. 

Für den ersten Teil des Workshops werden die TeilnehmerInnen gebeten, zwei Texte von Fritz Kaeser, die vorab via E-Mail verschickt werden, vorzubereiten. Fritz Kaeser war um 1900 einer der führenden Dessinateure auf dem Platz Zürich und veröffentlichte sowohl Schulbücher als auch Artikel, die sich mit der Dessinateursausbildung befassen. Welche Vorstellungen von Textildesign treten hier zu Tage und wie sah die idealtypische Ausbildung zum Dessinateur aus? Diese Fragen werden zunächst im Plenum diskutiert und anschliessend heutigen Modellen gegenübergestellt. Wie wird Textildesign aktuell gelehrt und vermittelt? Welche Strategien und Methoden werden den Studierenden dabei an die Hand gegeben? Dieser Teil wird durch die Expertinnen Marion Becella und Brigitt Egloff begleitet, die beide als Dozentinnen an der Hochschule Luzern tätig sind.  

Im zweiten Teil des Workshops wird Rahel Flury, Textildesignerin bei Jakob Schlaepfer in St. Gallen, Einblick in die Praxis des Textildesings geben. Mögliche Fragen wären: Wie kreiieren Designer neue Stoffe? Greifen sie hierbei auf eine spezielle Methode zurück? Ist ihr Vorgehen dabei von einer bestimmten Strategie geprägt? Wie gestaltet sich demgegenüber der Desingprozess in der angewandten Forschung? Gibt es Unterschiede zwischen gelehrten/forschungs-geleiteten Designprozessen und der subjektiven Designmethode?   Aufbauend auf dieser theoretischen Diskussion tauchen die TeilnehmerInnen in den Designprozess ein und reflektieren Design im Spannungsfeld von Technik, Maschienen und Umwelt. In Kleingruppen werden die verschiedenen Phasen des Designprozesses ausgehend von einem Material/einer Technik/einem Problem untersucht. Die Ergebnisse dieser Fallstudien werden im Plenum präsentiert und in den Kontext der vorherigen Diskussion eingeordnet. 

Abschliessend wird versucht, den Designprozess auf den verschiedenen, im Verlauf des Workshops behandelten Achsen historisch, aktuell, theoretisch und praktisch zu verorten. Dieser Überblick dient einerseits als Zusammenfassung der Ergebnisse, andererseits als Bestandsaufnahme. 

Programm

10.00 – 12.00 Theorie – gestern und heute

Welche Vorstellungen von Desing waren um 1900 massgebend? Wie wird Textildesign heute gelehrt? _ Texte von F. Kaeser Expertinnen Marion Becella und Brigitt Egloff (Dozentinnen Textildesign) _ Textanalyse, Reflexion, Diskussion

13.00 – 16.00 Fallstudien – Technik, Umwelt & Textil

Wie sieht der Designprozess in der Praxis aus? Welchen Einfluss haben Technik/Maschinen/Umwelt auf den Designprozess? _ Input Rahel Flury (Designerin Jakob Schläpfer) Fallstudien _ Diskussion, Experiment, Bestandsaufnahme

Veranstaltungsort

Hochschule für Design und Kunst Luzern, HSLU
Viscosistadt Nylsuisseplatz 1
6020 Emmenbrücke

Anmeldung

Anmeldung 

bitte per E-Mail bis zum 10. Mai 2017 an 
denise.ruisinger@hslu.ch 
mit “Workshop Textile Time Travelling” in der Betreffzeile

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.